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GOLD Presseinformation

Folgender Artikel ist am 19.11.2004 im Fachmagazin Science erschienen:

Fat Mobilization in Adipose Tissue Is Promoted by Adipose Triglyceride Lipase (ATGL).

Robert Zimmermann1, Juliane G. Strauss1, Guenter Haemmerle
1, Gabriele Schoiswohl1, Ruth Birner-Gruenberger3, Monika Riederer1, Achim Lass1, Georg Neuberger2, Frank Eisenhaber2, Albin Hermetter3 and Rudolf Zechner1.

1 Institut für Molekulare Biowissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz
2 Institut für Molekulare Pathologie, Wien
3 Institut für Biochemie, Technische Universität Graz

Science,
Vol 306, Issue 5700, 1383-1386 , 19 November 2004
www.sciencemag.org


Wir haben für Sie hierzu einige Informationen zusammengestellt:

Pressetext
Hintergrundinformationen
Pressespiegel
Bildmaterial
Kontakt




Pressetext

Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in westlichen Zivilisationen Massenerkrankungen dar. In West-Europa sind mehr als 50% der Bevölkerung übergewichtig, und mit ca. 15 Mio. Todesfällen pro Jahr sterben ungefähr doppelt so viele Menschen weltweit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Gehirnschlag, als an Krebs. Allen oben erwähnten Erkrankungen liegen unter anderem Fettstoffwechselstörungen zugrunde, die zur massiven Einlagerung von Lipiden (Fetten) ins Fettgewebe und zur Ablagerung von Cholesterin in der Arterienwand führen. Das Ziel des Forschungsprojektes „GOLD- Genomics of Lipid-associated Disorders“ ist die Entdeckung und funktionelle Aufklärung bislang unbekannter Gene und Proteine, die am Prozess der zellulären Lipidaufnahme, -ablagerung, und -mobilisierung beteiligt sind.

An diesem ambitionierten Projekt im Rahmen des Österreichischen Genomforschungs-Programms „GEN-AU Genomforschung in Österreich“ des Bundesministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft beteiligen sich unter der Koordination von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz insgesamt sechs Forscherteams der Universität Graz, der Technischen Universität Graz, sowie der Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck. Die außerordentlich enge Zusammenarbeit der WissenschafterInnen, die sich aus zahlreichen, durch den Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF) finanzierten Projekten entwickelt hat, ermöglicht es, weltweit anerkannte Forschungsergebnisse zu erzielen.

Zechner und seinem Team ist die Aufsehen erregende Entdeckung eines bislang unbekannten fettspaltenden Enzyms (Lipase) gelungen. Es konnte gezeigt werden, dass die “Adipose Triglyceride Lipase” hauptverantwortlich für die Spaltung von Triglyzeriden (neutralen Fetten) im Fettgewebe ist, der erste Schritt im Abbau von gespeicherten Fetten. Diese Entdeckung revidiert die bestehende Lehrmeinung, wonach man diese Funktion ausschließlich einem anderen Enzym, der „Hormon-sensitiven Lipase“, zugesprochen hatte. Die von den Erstautoren Dr. Robert Zimmermann und Dr. Juliane G. Strauss im weltweit renommierten Fachmagazin “Science” publizierte Entdeckung hat fundamentale Auswirkungen auf unser Verständnis der Regulation des Fetthaushalts.  Dementsprechend groß ist das Interesse der pharmazeutischen Industrie an der von Zechners Team entdeckten und patentierten Lipase. Das Projekt “GOLD – Genomics of Lipid-associated Disorders” könnte somit zu einer echten Goldgrube werden.




Hintergrundinformationen


Förderprogramm: GEN-AU Genomforschung in Österreich
       www.gen-au.at

Projekt: GOLD- Genomics of Lipid-associated disorders
       gold.uni-graz.at
       www.gen-au.at: Projekt GOLD

       Eckdaten zum Projekt, Projektziele, Kooperationspartner als pdf.

Institut für Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz
       IMB.uni-graz.at

Spezialforschungsbereich SFB LIPOTOX
       lipotox.uni-graz.at
      


Pressespiegel



Phillips Universität Marburg: ATGL-Gen steuert Fettverbrennung im Körper

Der Standard Online: Österreichische Forscher entdeckten Enzym für Fett-Abbau

ORF science: Neues Enzym für Fettabbau entdeckt

The Scientist: Lipase gets partner

Der Standard: Neue Einblicke in den Fettstoffwechsel gewonnen




Bildmaterial

Fettzellen Fettzellen

3T3-L1 Adipocyten-Differenzierung
Differenzierungstadium: 8. Tag nach der Induktion des Differenzierungsprozesses
Vergrößerung: 1000x
Filter: grün

C: Mag. Marisa Tschernatsch, Inst. f. Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz




Fettzellen Fettzellen

3T3-L1 Adipocyten-Differenzierung
Differenzierungstadium: 8. Tag nach der Induktion des Differenzierungsprozesses
Vergrößerung: 400x
Filter: -

C: Mag. Marisa Tschernatsch, Inst. f. Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz


MausmodelleMausmodelle

Um die physiologische Funktion einzelner Gene genau zu studieren, werden Mäuse "hergestellt", denen ein bestimmtes Gen fehlt oder die ein zusätzliches Gen tragen. Auch für die nun neu entdeckte Lipase wird bereits an einem solchen "Mausmodell" gearbeitet.

Bild: Dr. Guenter Haemmerle, Universität Graz


Lehrbuch Biochemie Lehrbücher müssen umgeschrieben werden

Die Entdeckung der bislang unbekannten Lipase, ATGL, revidiert die Lehrmeinung, wonach die "Hormon-sensitive Lipase" für den ersten Schritt im Abbau von Fetten (Trigylceriden) zuständig sei.

Abbildung aus einem DER Biochemie Lehrbücher:
Biochemie
J.M. Berg, J.L. Tymoczko, L. Stryer
5. Auflage, 2003, Spektrum Akademischer Verlag, Gustav Fischer
Seite 664

 
Hefe: Lokalisierung von Lipasen „Fette“ und „magere“ Hefezellen durch genetische Veränderungen: Modell für Fettstoffwechselstörungen im  Menschen
Lokalisierung von Enzymen des Fettstoffwechsels kann man im
Mikroskop mit Fluoreszenzmethoden sichtbar machen. Hier grün auf den Lipidtröpfchen in intakten Hefezellen.

Lipasen in Hefezellen Mikroskopie von Hefe-Zellen an den physikalischen Grenzen der Optik

Struktur und Dynamik in lebenden Zellen, sichtbar durch Fluoreszenz- Methoden.

C: Univ.-Prof. Dr. Sepp-Dieter Kohlwein , Inst. f. Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz

Hier klicken, um mehr Fluoreszenz-Bilder anzuzeigen.



GOLD Team Das GOLD Team

Die außerordentlich enge Zusammenarbeit der Wissen- schafterInnen, die ihre hochspezialisierten und sich ergänzenden Expertisen in das Konsortium einbringen, ermöglicht es, neue Pfade in der molekularen Spitzenforschung zu beschreiten, die weltweit große Beachtung finden.

C: GOLD Projektmanagement, Inst. f. Molekulare Biowissenschaften, Universität Graz




Zechner Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner


Lebenslauf Prof. Zechner


C: Foto Furgler










ZMB Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

Das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz, Humboldtstraße, befindet sich zur Zeit in der Planungsphase. Geplanter Einzugstermin 2007.

ZMB2 Neben dem Institut für Molekulare Biowissenschaften und Strukturbiologie (großes Gebäude rechts unten) sollen allgemeine Einrichtungen wie Hörsäle und Seminarräume, eine Bibliothek und Cafeteria (kleines Gebäude links unten), sowie Flächen für innovative Jungunternehmen der Biotech-Branche (Gebäude links oben) Platz finden.





Kontakt

Mag. Caroline Schober
Projektmanagerin ‚GOLD- Genomics of Lipid-associated Disorders’ 

Institut für Molekulare Biowissenschaften
Karl-Franzens-Universität Graz
Heinrichstrasse 31/II
A-8010 Graz

Telefon: +43-316- 380 1903
Fax: + 43-316-380 9016
E-mail: caroline.schober@uni-graz.at

Mag. Claudia Lanschützer
Projektassistentin ‚GOLD- Genomics of Lipid-associated Disorders’ 

Institut für Molekulare Biowissenschaften
Karl-Franzens-Universität Graz
Heinrichstrasse 31/II
A-8010 Graz

Telefon: +43-316- 380 1931
Fax: + 43-316-380 9016
E-mail: claudia.lanschuetzer@uni-graz.at